Samstag, 13. April 2013

Reingehört! My Sister Grenadine & Pascal Pinon ...

... in der Rubrik "Reingehört!" habe ich heute einen Gastbeitrag des hochverehrten Schlagzeugers, Produzenten & Liedermachers Peter N. aus J. Dem geneigten Leser ist Peter noch aus meiner Zeit bei James.Rocky bekannt. Heute in der schnelllebigen Filmbranche tätig, ist Peter aus Mangel an Zeit mehr Liedhörer den selbst aktiver Musiker, was er bedauert. Uns freut's, denn hier sind seine ganz speziellen Empfehlungen neuer und neu entdeckter Musik:

My Sister Grenadine

My Sister Grenadine sind gerade mit ihrem dritten Album 'Spare Parts' auf ausgedehnter Deutschlandtour. Ich habe die drei Berliner bei einem Konzert in der Küche der Tübinger Wilhelma, einem alternativen Wohnprojekt, entdeckt und war schnell von deren minimalistischer Musik begeistert. Nur mit der Ukulele bewaffnet singt Sänger Vincenz Kokot seine überaus übersetzungswürdigen Texte. So singt er bei 'Matter Of Fact' über die Teile (unserer Persönlichkeiten), die wir im Strudel unseres eiligen Lebens verlieren, und schlägt vor, diese 'Spare Parts' zu sammeln und zu neuer Schönheit zusammenzusetzen. 'Bring all your spare parts/ we can put them in a row/ and figure out how they would work out/ before we let go'. Sehr poetisch. Mastermind Felix Koch macht dazu mit allerlei Dingen Geräusche: knüllt Plastetüten, schlägt Türen zu, brummt den Basslauf a capella... Angelina Kartsaki spielt Violine und weitere 'Objects'. Unten zu hören ein Mitschnitt eines Konzertes in der Dresdner nikkifaktur vom 30.03.2013. Weitere Konzerttermine findet ihr hier.



Pascal Pinon

Pascal Pinon, soviel sei gesagt, sind zwei Schwestern aus Reykjavík, deren genaues Alter ein gut gehütetes Geheimnis zu sein scheint. Bekannt ist: im Alter von 14 beschlossen sie, eine Band zu gründen. Wenig später erschien die erste Platte und die beiden Mädels zum ersten Mal bei Festivals in Japan und China. Konnte man der Musik des ersten, im Oktober 2010 erschienenen Albums 'S/T' noch den Stempel 'süss' aufdrücken, gelingt dies für das neue Album 'Twosomeness' nicht mehr. Ähnlich, wie bei My Sister Grenadine klickern zu Gitarre und Keyboard allerlei Geräusche, Beats aus einem Walkman... Die oft auf Isländisch gesungenen Lieder erinnern - wie naheliegend - an Björk. Die beiden umtriebigen Isländerinnen sind viel unterwegs und dies sollte man sich zunutze machen - ein Konzert der Mädels bleibt in ungemein guter Erinnerung. Am besten erfährt man über kommende Gigs auf deren Facebookseite. Wir fragen nicht, wie das mit der Schule vereinbar ist.